Friday, 22 March 2019
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Global News

Bonner Jugendliche rufen zu globalem Streik auf

"Fridays for future"-Aktivisten warben am Friedensplatz für mehr Klimaschutz. Demonstration am 15. März startet am Münsterplatz.

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Bonner Jugendliche rufen zu globalem Streik auf

Bonn. Schon längst ist auch für viele Schüler in der Region der Freitag kein normaler Schultag mehr. Schulstreiks und Demonstrationen im Rahmen der Klima- und Umweltbewegung "Fridays for future" (FFF) reißen nicht ab - die deutschlandweite Organisation zählt mittlerweile über 220 regionale Gruppen. Bonn ist eine von ihnen. Erst am 18. Januar demonstrierten bereits über 2000 Schüler und Studierende in der Innenstadt. Die Organisatoren wollen nun an den "überwaltigenden Erfolg" anknüpfen und rufen für den 15. März zur Teilnahme am globalen Klimastreik auf. Am vergangenen Samstag mobilisierten Jugendliche am Friedensplatz - und erhielten viel Zuspruch.

Ministerium fordert Sanktionen

"Auch wenn das Schulministerium gegen uns vorgeht: es ist dringend notwendig, dass wir weiter streiken, denn der Klimawandel bedeutet weitaus schlimmere Konsequenzen", warnt die 17-jährige Mitorganisatorin Salome Marte. Die Bonner Schülerin gehört zu den Jugendlichen, die am vergangenen Samstag in der Innenstadt für die Demonstration Mitte März geworben haben. "Der Hauptteil der Vorbereitung passiert in unserer Freizeit und nicht während der Schulzeit", betont Franzi Bassenge, Studentin an der Universität Bonn. Hinter den Kulissen von Fridays for future passiere täglich einiges. "Gespräche mit der Polizei, Materialdesign, tägliche Vernetzung mit der bundesweiten Bewegung - all das geschieht nicht nur freitags. Und für viele von uns bedeutet die Bewegung stundenlange Arbeit." Nach der Aktion am Friedensplatz ging es für die Jugendlichen noch weiter. Bis in den Abend hinein wurde Material für die kommende Demonstration gebastelt.

Streik sei kein Schwänzen

Seit der vergangenen Demonstration in Bonn hat sich viel getan. Die Kohlekommission schlägt einen Kohleausstieg bis zum Jahr 2038 vor, der Widerstand nahm daraufhin aber nicht ab. Ganz im Gegenteil: Bis 2038 sei noch zu viel Zeit, finden die Jugendlichen. "Allerspätestens 2030" soll keine Energie mehr aus Kohle gewonnen werden, so die Forderung vieler Aktivisten.

Die Klimaschutzbewegung bekommt nun Rückenwind einer neuen Vereinigung. Viele Eltern schließen sich zurzeit zur Gruppe "Parents for future" zusammen und setzen sich gemeinsam mit ihren Kindern für eine ambitioniertere Klimapolitik ein. In einigen Städten sind auch gemeinsame Demonstrationen geplant. Die Schüler sehen sich bestätigt: "Streiken ist kein Schwänzen", sagt der 15-jährige Aktivist Noah Rosenbrock.

Diskussionen am Friedensplatz

Die Jugendlichen berichten von vielen Passanten, die am Samstag Interesse zeigten. "Eine ältere Rentnerin sprach uns an und lobte uns für unseren Einsatz. Sie könne nur nicht zur nächsten Demonstration kommen, weil ihre Gesundheit das nicht mitmache", berichtet der Bonner Student Luca Samlidis. Das habe die Jugendlichen erneut motiviert. "Die, die können, rufen wir zur Teilnahme an der Demonstration auf - wir freuen uns auch über ehemalige Schüler jeden Alters", sagt der ebenfalls im Stadtgebiet Bonn aktive Schüler Bünyamin Yilmaz. Am 15. März zieht die Bewegung um 9.30 Uhr am Münsterplatz los.

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